Neue Satzung der Studierendenschaft veröffentlicht!

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hat heute die Neufassung der Satzung der Studierendenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn veröffentlicht. Jetzt wird alles besser, schöner und toller, vor allem aber ganz anders.

Was genau das heißt, werde ich beizeiten noch in einem Artikel für die akut verwursten. Bis dahin solltet ihr das gute Stück natürlich alle mal gelesen haben.1

Deshalb: hier klicken und rechts unten mit der Nummer 63 die neue Satzung finden.

  1. ein Scherz. Ein Scherz! Außer ihr sitzt im Studierendenparlament. Dann war das ernst gemeint. Und auch sonst dürft ihr natürlich sehr gern.

Der Demokratie-Indikator

Was haben Barack Obama, Wladimir Putin, François Hollande und Joachim Gauck gemeinsam, Angela Merkel aber nicht? Genau: Nach zwei Amtszeiten sind sie erst einmal weg vom Fenster.

Nun mag man einwerfen, dass die Herren ja alle Präsidenten seien und Frau Merkel nur eine Bundeskanzlerin, jedoch wissen wir alle, warum man täglich von Frau Merkel liest und hört, jedoch nicht von Herrn Gauck.

Es ist Standard in Demokratien, dass das Staatsoberhaupt nach zwei Amtszeiten zunächst einmal nicht mehr wiedergewählt werden kann. Selbst Putin lehnte eine Verfassungsänderung in Russland ab, die ihm erlaubt hätte, direkt ohne vierjährige Pause für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Wenn versucht wird, solche Regelungen abzuschaffen, geht direkt ein Aufschrei durch die westliche Welt, von einer „Gefährdung der Demokratie“ ist die Rede und vom „Machterhalt“ der jeweiligen Person.

In Deutschland wird das nicht passieren. Der Bundespräsident hat keine Macht, die sich unbedingt zu erhalten lohnen würde, und den Ehrensold bekommt man ja relativ unabhängig von der Amtszeit hinterhergeworfen, wie wir vor nicht allzu langer Zeit gelernt haben.

Die Bundeskanzlerin, die hingegen die wohl wichtigste Position in der Regierung inne hat, darf bereits so oft wiedergewählt werden wie es dem Parlament beliebt. Daraus resultierten 14 Jahre Adenauer, 16 Jahre Kohl und nun voraussichtlich mindestens 12 Jahre Merkel. Hier gibt es schon keine Begrenzung, die erst abgeschafft oder geschickt umgangen werden müsste. Und somit auch keinen Indikator für gefährlichen Machterhaltungsbestrebungen.

Nun mag man einwerfen, dass sich ja die Mehrheiten im Parlament ändern könnten und eine gelb-blaue Mehrheit dann keine schwarze Bundeskanzlerin wiederwählen würde. Denen aber sage ich: Auch ein russischer oder ein französischer Präsident werden regelmäßig direkt vom Volk gewählt, und trotzdem gilt für sie die Grenze von zwei aufeinander folgenden Amtszeiten. Außerdem wissen wir alle, dass der Mensch an sich Veränderungen ablehnt: Man hat die letzten 8 Jahre mit Merkel überlebt, also behält man sie (und ihre Mehrheit im Parlament) lieber, bevor noch etwas Schlimmeres kommt.

Nun mag man einwerfen „Nur Merkel kann es, sie ist die beste! Ohne sie geht es nicht!“. Denen aber sage ich: Dann läuft etwas grundlegend falsch. So eine Bundesregierung ist nicht dazu da, ständig zu Mutti zu rennen und zu fragen, was man jetzt als nächstes tun soll. Und Entscheidungen sollten eigentlich im Parlament getroffen werden.

Man stelle sich einmal den CDU- Wahlkampf vor, wenn Angela Merkel nicht mehr hätte Bundeskanzlerin werden können. „Sie kennen mich, und jetzt ab ins Bett ihr Kinder“ als Wahlkampfmotto wäre hinfällig gewesen. Womöglich hätte man den Seehofer Horst als Nachfolger aufbauen müssen, das wäre erstklassiges Polit-Entertainment geworden: „Pannen-Peer“ gegen „Maut-Horsti“.

Aber so war es ja dann leider nicht.

Und weil die Aussichten gar so trüb sind, hier noch eine Blume.

flower

SSD-Upgrade beim Lenovo ThinkPad E530

Ich habe mir von meinem letzten Wahlausschussgeld ein Lenovo ThinkPad E530 zugelegt. Auf die integrierte SSD habe ich ein Ubuntu installiert, auf der Magnetfestplatte liegen ein Windows 7 und eine Datenpartition. Nun war demletzt die 16GB-SSD voll. Ein Auslagern großer Ordner wie /usr/share auf die Magnetfestplatte verlangsamte das System extrem, also musste ein Upgrade her.

Geworden ist es dann eine „Kingston 60GB SSDNOW MSATA“ für 55,58 €, die die eingebaute 16GB-SSD von SanDisk ersetzen sollte.

Schritt für Schritt

Folgendes habe ich gemacht:

  1. Mit Clonezilla die komplette 16GB-SSD auf meine externe Festplatte gesichert (nicht die einzelnen Partitionen)
  2. Die 16GB-SSD ausgebaut und die 60GB-SSD eingebaut (Dazu muss nur die kleine Klappe auf der Unterseite des Geräts geöffnet werden)
  3. Mit Clonezilla die Sicherung auf die 60GB-SSD zurückgespielt
    → Das System bootet wieder, allerdings sind auf der Platte immer noch nur 16 GB verfügbar
  4. In ein LinuxMint-Livesystem gebootet (lag hier herum) und mit GParted zunächst die Swap-Partition gelöscht (braucht bei 8GB RAM eh keiner) und dann die Linux-Partition auf die verfügbare Kapazität vergrößert
  5. Das System bootet wieder und hat die volle Kapazität.

Irgendwie hat es mir jedoch die UEFI-Booteinträge verhauen, so dass aus dem „ubuntu“- und dem „Microsoft Windows“-Eintrag ein einzelnder „ubuntunMicrosoft Windows“-Eintrag wurde, der nur noch Ubuntu startete.

Einer der anderen Einträge startete dann glücklicherweise trotzdem das Windows-System, das dann auch gleich wieder einen regulären Windows-Starteintrag im UEFI-Bootmenü anlegte. Den fehlerhaften Ubuntu-Starteintrag löschte ich unter Ubuntu schließlich und legte ihn neu an.

Dazu findet man (als root) zunächst die Nummer des Eintrags heraus:

root@sven-tpe:/home/sven# efibootmgr -v
BootCurrent: 0012
Timeout: 0 seconds
BootOrder: 0012,0013,0000,0001,0002,0003,0007,0008,0009,000A,000B,000C,000D,000E
Boot0000  Setup
Boot0001  Boot Menu
Boot0002  Diagnostic Splash Screen
Boot0003  Lenovo Diagnostics
Boot0004  Startup Interrupt Menu
Boot0005  ME Configuration Menu
Boot0006  Rescue and Recovery
Boot0007* USB CD        030a2400d23878bc820f604d8316c068ee79d25b86701296aa5a7848b66cd49dd3ba6a55
Boot0008* USB FDD       030a2400d23878bc820f604d8316c068ee79d25b6ff015a28830b543a8b8641009461e49
Boot0009* ATAPI CD0     030a2500d23878bc820f604d8316c068ee79d25baea2090adfde214e8b3a5e471856a35401
Boot000A* ATA HDD0      030a2500d23878bc820f604d8316c068ee79d25b91af625956449f41a7b91f4f892ab0f600
Boot000B* ATA HDD1      030a2500d23878bc820f604d8316c068ee79d25b91af625956449f41a7b91f4f892ab0f601
Boot000C* ATA HDD2      030a2500d23878bc820f604d8316c068ee79d25b91af625956449f41a7b91f4f892ab0f602
Boot000D* USB HDD       030a2400d23878bc820f604d8316c068ee79d25b33e821aaaf33bc4789bd419f88c50803
Boot000E* PCI LAN       030a2400d23878bc820f604d8316c068ee79d25b78a84aaf2b2afc4ea79cf5cc8f3d3803
Boot000F* IDER BOOT CDROM       ACPI(a0341d0,0)PCI(16,2)ATAPI(0,1,0)
Boot0010* IDER BOOT Floppy      ACPI(a0341d0,0)PCI(16,2)ATAPI(0,0,0)
Boot0012* ubuntu        HD(1,800,76800,87d48f96-6b21-4b65-88ca-eea15f60ce13)File(EFI\ubuntu\grubx64.efi)
Boot0013* Windows Boot Manager  HD(1,800,76800,87d48f96-6b21-4b65-88ca-eea15f60ce13)File(EFI\Microsoft\Boot\bootmgfw.efi)WINDOWS.........x...B.C.D.O.B.J.E.C.T.=.{.9.d.e.a.8.6.2.c.-.5.c.d.d.-.4.e.7.0.-.a.c.c.1.-.f.3.2.b.3.4.4.d.4.7.9.5.}...a................

Eintrag 13 (hexadezimal!) ist der von Windows wieder angelegte Eintrag, Nummer 12 der manuell wiederangelegte.

Den Eintrag NUMMER löscht man per

efibootmgr -b NUMMER -B

Den ubuntu-Eintrag neu anlegen ging mit dem Befehl

efibootmgr --create --disk /dev/sdb --part 1 --label "ubuntu" --loader "EFI\ubuntu\grubx64.efi"

(Die entsprechenden Dateien liegen bei mir also auf /dev/sdb1 im Verzeichnis EFI/ubuntu. )

Joa. Jetzt flutscht es wieder.