Die 10 spektakulären Antworten auf der ellebil ihre 10 spektakulären Fragen

Frau Ellebil meint, ich solle ihre Fragen beantworten.
Fragen beantworten ist meine Spezialität.
Auf, auf.

Ach, vorher noch was: Mir wurde mehrfach nahegelegt, mich hier zu Angela Merkels Telefon zu äußern. Das haben aber zum Beispiel der Kollege Kriesel, heise online und vor allem der Postillon allumfassend getan, so dass es für mich hier nichts mehr zu tun gibt.

Zu den Fragen!

1. Hast du dich irgendwann erwachsen gefühlt? Wann war das?
Als ich 18 wurde und dann irgendwas unterschreiben musste. Danach aber nicht mehr.

2. Wenn du dir ein Großbauprojekt aussuchen könntest, in dem du massig Geld verpulvern könntest, was würdest du bauen?
Einen Transrapid. Zum Beispiel zwischen Bonn und Berlin. Das ist ein großer Kindheitstraum von mir. Also wirklich.

3. Würdest du lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen und warum?
Vergangenheit. Aber nur wenn man wieder zurück kann. Wer bitte will ernsthaft die Zukunft kennen.

4. Liest du eigentlich noch Tageszeitung?
Nein. Nur wenn ich zu Hause bin. Pardon, wenn ich daheim bin.

5. Abgesehen von Alltags- bzw. Gebrauchsgegenständen, gibt es etwas, das du immer Zuhause haben musst?
Schokolade. Was bitte sollte hier anderes stehen als Schokolade.

6. Glaubst du, dass du zuverlässig bist?
Einige Leute glauben das wohl. Solange ich nichts vergesse stimmt das vermutlich auch.
Ich vergesse manchmal Sachen.

7. Welchen Kurs würdest du im Altersheim belegen?
Im Altersheim gibt’s Kurse?

8. Was muss sollte man können?
Müssen tut man nichts. Programmieren sollte man können. Das hilft. So generell. Ganz liebe Grüße an dieser Stelle an meine Lieblingshistoriker.

9. Was hältst du von Reenactment?
Nix. Aber ich hab auch nix dagegen.

10. Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten? (Bitte auch beantworten)
Sven, warum bist du so zynisch?
Jede Woche schaue ich in der Regel drei Nachrichtensendungen. Die heißen extra3, quer und heute-show. Ich denke, das könnte einen gewissen Einfluss haben. An dieser Stelle übrigens eine guck-Empfehlung für quer. Besonders falls euch der Horsti nervt 😉

 

Wenn ich die Regeln richtig verstanden habe, muss ich mir jetzt 10 neue Fragen ausdenken und dieses sog. „Stöckchen“ 10 weiteren Personen an den Kopf werfen. Es handelt es sich hierbei also in den Grundzügen um ein sog. „Schneeballsystem“. So etwas machen wir hier nicht. Und auch sonst beantworte ich lieber Fragen als welche zu stellen1.

 

  1. Wie das mit der Tätigkeit in der akut zusammengeht, fragen Sie? Da stelle ich dann und wann ein paar Fragen, um die drängendsten Fragen der Studierenden beantworten zu können 😉

Neue Satzung der Studierendenschaft veröffentlicht!

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hat heute die Neufassung der Satzung der Studierendenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn veröffentlicht. Jetzt wird alles besser, schöner und toller, vor allem aber ganz anders.

Was genau das heißt, werde ich beizeiten noch in einem Artikel für die akut verwursten. Bis dahin solltet ihr das gute Stück natürlich alle mal gelesen haben.1

Deshalb: hier klicken und rechts unten mit der Nummer 63 die neue Satzung finden.

  1. ein Scherz. Ein Scherz! Außer ihr sitzt im Studierendenparlament. Dann war das ernst gemeint. Und auch sonst dürft ihr natürlich sehr gern.

Der Demokratie-Indikator

Was haben Barack Obama, Wladimir Putin, François Hollande und Joachim Gauck gemeinsam, Angela Merkel aber nicht? Genau: Nach zwei Amtszeiten sind sie erst einmal weg vom Fenster.

Nun mag man einwerfen, dass die Herren ja alle Präsidenten seien und Frau Merkel nur eine Bundeskanzlerin, jedoch wissen wir alle, warum man täglich von Frau Merkel liest und hört, jedoch nicht von Herrn Gauck.

Es ist Standard in Demokratien, dass das Staatsoberhaupt nach zwei Amtszeiten zunächst einmal nicht mehr wiedergewählt werden kann. Selbst Putin lehnte eine Verfassungsänderung in Russland ab, die ihm erlaubt hätte, direkt ohne vierjährige Pause für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Wenn versucht wird, solche Regelungen abzuschaffen, geht direkt ein Aufschrei durch die westliche Welt, von einer „Gefährdung der Demokratie“ ist die Rede und vom „Machterhalt“ der jeweiligen Person.

In Deutschland wird das nicht passieren. Der Bundespräsident hat keine Macht, die sich unbedingt zu erhalten lohnen würde, und den Ehrensold bekommt man ja relativ unabhängig von der Amtszeit hinterhergeworfen, wie wir vor nicht allzu langer Zeit gelernt haben.

Die Bundeskanzlerin, die hingegen die wohl wichtigste Position in der Regierung inne hat, darf bereits so oft wiedergewählt werden wie es dem Parlament beliebt. Daraus resultierten 14 Jahre Adenauer, 16 Jahre Kohl und nun voraussichtlich mindestens 12 Jahre Merkel. Hier gibt es schon keine Begrenzung, die erst abgeschafft oder geschickt umgangen werden müsste. Und somit auch keinen Indikator für gefährlichen Machterhaltungsbestrebungen.

Nun mag man einwerfen, dass sich ja die Mehrheiten im Parlament ändern könnten und eine gelb-blaue Mehrheit dann keine schwarze Bundeskanzlerin wiederwählen würde. Denen aber sage ich: Auch ein russischer oder ein französischer Präsident werden regelmäßig direkt vom Volk gewählt, und trotzdem gilt für sie die Grenze von zwei aufeinander folgenden Amtszeiten. Außerdem wissen wir alle, dass der Mensch an sich Veränderungen ablehnt: Man hat die letzten 8 Jahre mit Merkel überlebt, also behält man sie (und ihre Mehrheit im Parlament) lieber, bevor noch etwas Schlimmeres kommt.

Nun mag man einwerfen „Nur Merkel kann es, sie ist die beste! Ohne sie geht es nicht!“. Denen aber sage ich: Dann läuft etwas grundlegend falsch. So eine Bundesregierung ist nicht dazu da, ständig zu Mutti zu rennen und zu fragen, was man jetzt als nächstes tun soll. Und Entscheidungen sollten eigentlich im Parlament getroffen werden.

Man stelle sich einmal den CDU- Wahlkampf vor, wenn Angela Merkel nicht mehr hätte Bundeskanzlerin werden können. „Sie kennen mich, und jetzt ab ins Bett ihr Kinder“ als Wahlkampfmotto wäre hinfällig gewesen. Womöglich hätte man den Seehofer Horst als Nachfolger aufbauen müssen, das wäre erstklassiges Polit-Entertainment geworden: „Pannen-Peer“ gegen „Maut-Horsti“.

Aber so war es ja dann leider nicht.

Und weil die Aussichten gar so trüb sind, hier noch eine Blume.

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