Farbenspiele

Schon wieder ein Wahlen-Thema, Sven? Wird das nicht irgendwann langweilig?1

Vielen ist sicher nicht bewusst, dass bei den Gremien- und SP-Wahlen im Januar die Stimmzettel für jedes Gremium eine andere Farbe haben. Das hat zwei praktische Gründe: Zum einen hilft es den Wahlhelfenden im Wahlbüro, Einwürfe in die falsche Urne zu verhindern. So ist die Zahl der blauen Gremienstimmzettel in der SP-Urne regelmäßig signifikant höher als die der restlichen.2 Zum anderen ist es bei der Auszählung der Wahl eine große Erleichterung, wenn man nach Farbe sortieren kann, und nicht jeden Zettel anhand des Aufdrucks einem Stapel zuordnen muss.

Für das Studierendenparlament, sieben Fakultätsräte, den BZL-Vorstand, den Senat sowie den Beirat der Gleichstellungsbeauftragten benötigt man also idealerweise elf unterschiedliche Farbtöne – die noch dazu recht hell sein sollten, damit der schwarze Aufdruck sich noch lesen lässt. Das hat in den vergangenen Jahren so halbwegs gut geklappt.

In diesem Jahr (bzw. nächsten Januar) wird das nun sehr, sehr lustig. Das Studierendenparlament hat die Durchführung einer Urabstimmung beschlossen, und ein weiteres Urabstimmungsverlangen wurde eingereicht und wird derzeit geprüft – was die Gesamtzahl der Zettel auf bis zu dreizehn erhöht.

Jetzt ist da allerdings noch dieses andere Gremium. Dieses neue. Das den wohlklingenden Namen „Vertretung der Belange von studentischen Hilfskräften“ trägt.

Das funktioniert folgendermaßen: In jeder Fakultät und im BZL wird jeweils getrennt eine Person für dieses Gremium gewählt. Das bedeutet: 8 weitere Stimmzettel. Was die Zahl auf einundzwanzig (21) erhöht.

Das werden also lustige Anrufe in nächster Zeit:

Grüß Gott, wir hätten gern einundzwanzig farbige Papiere. Hell, wir wollen da schließlich was draufdrucken. Oh, und gut unterscheidbar sollen sie natürlich sein. Danke!

Na, so schlimm wird es vermutlich nicht. Ein kluger Mensch3 kam auf die Idee, die Unterscheidung nicht nur anhand der Farbe vorzunehmen, sondern auch durch das Papierformat. Angesichts der Bewerbungszahlen in den letzten Jahren spricht bei den Fakultäts-Gremienstimmzetteln nicht wirklich etwas gegen Stimmzettel im DIN-A5-Format. Dasselbe gilt für die Urabstimmungszettel.

Bei letzteren hat das Format ja auch Tradition.

Aus dem AStA-Archiv: Stimmzettel zur Urabstimmung über die Einführung des Studitickets aus dem Jahr 1993.

Rarität aus dem AStA-Archiv: Stimmzettel zur Urabstimmung über die Einführung des Studitickets aus dem Jahr 1993. Damals noch um 90 Mark. Das sind immerhin 45 €!

  1. Nö.
  2. Die SP-Stimmzettel sind üblicherweise ebenfalls blau. ZUFALL?!??
  3. Disclaimer: Nicht ich.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.