Vienna II

(Hinweis: Ich war beim Juryfinale am Freitag, nicht beim Finale am Samstag. Gleiche Show, anderer Tag.)

In Wien fließt die Donau vier mal. Als alte Donau, neue Donau, Donau und Donaukanal.

Diese Donauen quert natürlich auch der ÖPNV 1, und wie wir heute lernen durften, haben die selbst keinen Überblick mehr über ihre Linien in dieser Millionenstadt.

Zum mittleren Ärztekongress sind wir mit einer Straßenbahn angereist. Dort mussten wir leider eine halbe Stunde länger auf den Einlass warten als geplant, wofür man sich in der „Pre-Show“ auch artig entschuldigte.

Diese „Pre-Show“ bestand daraus, dass man Ausschnitte aus alten Eurovision-Beiträgen zeigte, das Publikum jubeln ließ und etwas zu knapp erklärte, wann wir unsere Handytaschenlampe in welche Richtung halten sollten. Dementsprechend klappte das dann auch nur mäßig gut. Wurscht.

Interessant ist immer wieder, wie klein das alles in Vergleich zur Fernsehübertragung aussieht. Die Wiener Stadthalle ist im Vergleich zu den letzten ESCs vergleichsweise klein 2, aber wenn man dann persönlich vor dieser recht hübschen Bühne steht, ist man dem ganzen doch noch ein Stück näher.

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Das Rahmenprogramm ist schon sehr ergreifend. Vielleicht lag das auch daran, dass ich mittendrin stand, aber: Hach! Besonders cool finde ich diese weißen Kugeln, die unter der Deckte schweben. Die sind nicht etwa computergeneriert, sondern hängen da wirklich und werden von Seilzügen hinauf und herunter bewegt. Anders als beim Public Viewing am Donnerstag war der Sound in der Halle exzellent: Nicht zuuu laut und nicht basslastig. Wenn die vielen Fäns in der Halle lautstark gegröhlt haben, ging es allerdings doch immer wieder über die Schmerzgrenze hinaus. Doch wofür hat man Ohrenstöpsel.

Was mir noch sehr positiv aufgefallen ist: In der Halle hatte ich mit meinen Handy stets vollen Empfang. Das kannte ich von Massenveranstaltungen so noch nicht.3

Beim Beitrag Frankreichs glaube ich, dass der live viel besser wirkt als in der Fernsehübertragung. Publikumslieblinge waren gefühlt Österreich4, Schweden und Israel, aber auch bei Russland und Estland wurde kräftig der Refrain mitgesungen.

Nervig war, dass wir uns auch nach 4 Stunden in der Halle stehen nicht hinsetzen durften. Dauernd liefen Herren von der Saalsicherheit umher und forderten an Boden sitzende Personen auf, sich zu erheben (die Halle war ab dem Zeitpunkt der Punktevergabe nur noch zu etwa 1/4 gefüllt). Die werden schon ihre Grunde gehabt haben. Brandschutz oder so.

Sehr cool waren die Tänzerinnen und Tänzer in den traditionellen Kostümen, die schon in den Halbfinals im Gang zwischen Green Room und Bühne herumtanzten. Nachdem die „echten“ Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht mehr für die Punktevergabe blieben, nahmen die ihre Plätze im Green Room ein und freuten sich jedes mal übertrieben für die Kamera oder kasperten herum. Total sympathisch. Man bekam den Eindruck, die haben total Spaß an der ganzen Veranstaltung.

Ich weiß jetzt auch, wer das heutige Finale gewinnt. Aber natürlich sage ich es nicht.

Kleiner Tipp:

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  1. übrigens eine der wenigen Abkürzungen, in denen das „Ö“ nicht für „Österreich“ steht
  2. citation needed
  3. vielleicht lag es auch daran, dass alle Ausländer außer mir den Flugzeugmodus einschaltet hatten? Wer weiß.
  4. na sowas!

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