Wer legt die Liniennummern für Busse und Bahnen fest?

Es gibt so Fragen, die stellt man sich im Leben, findet aber keine Antwort. Eine dieser Fragen lautet: „Warum sind die Liniennummern der Busse und Bahnen1 so komisch, und wer legt die eigentlich fest?“ Nehmen wir zum Beispiel die Stadtwerke Bonn. Wenn man zu viel Zeit hat, kann man sich die Zahlen von 1 bis 999 aufschreiben und dann die Liniennummern der Busse und Trams farbig markieren. Wenn man sonst nichts wichtiges zu tun hat halt.

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Das sieht teilweise ein wenig strukturiert aus, aber doch insgesamt sehr wirr. Warum gibt es keine „64“? Was ist mit den 620ern? Wo ist die „17“ abgeblieben? (Jedenfalls nicht in Köln.) Und überhaupt: Wer denkt sich so etwas aus?

Zum Glück für mich und alle, die sich das ebenfalls fragen, darf ich gerade im Nebenfach Humangeographie ein „Geländepraktikum“ bei Thomas J. Mager absolvieren. Der gute Mann hat jahrelange Erfahrung im ÖPNV und weiß auch hier eine Antwort. Wenn Sie ihn treffen, fragen Sie ihn mal, ob er den Busverkehr in Euskirchen kennt, dann freut er sich.

Zurück zur Frage.

Wer? WEEEER???

Die Antwort auf die Frage, wer die Liniennummern festlegt, ist die folgende: Der Verkehrsverbund. Der muss darauf achten, dass die Nummerierung im grenzüberschreitenden Betrieb zwischen den regionalen Verkehrsbetrieben überschneidungsfrei bleibt.

Der Rest ist reines Würfeln. „Das ist so historisch gewachsen“ und „Die Sechshunderter sind noch frei, die könnt ihr nehmen“.

Hätten wir das auch geklärt. Yay.

  1. Tram, S-Bahn, U-Bahn und so

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