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In jedem Jahr kurz vor Beginn des Wintersemesters veranstaltet die Fachschaft Informatik für ihre neuen Erstsemestrigen eine Woche voller Spiel, Spaß und Spannung, um ihnen den Einstieg ins Studium zu erleichtern. Die diesjährigen Vorbereitungen für diese “Orientierungseinheit” (OE) stießen allerdings auf ein paar Probleme:

Räume

Da die Orientierungseinheit noch vor Beginn des Semesters stattfindet, sind die Übungsräume und Hörsäle des Instituts zum Glück noch nicht von regulären Veranstaltungen belegt.  Für die OE benötigen wir in der Regel alles, was wir bekommen könnnen, um darin die Erstsemestergruppen unterbringen zu können.

In diesem Jahr hatte allerdings jemand die Idee, in den Semesterferien Brandschutzsanierungen anzusetzen, während derer die Räumlichkeiten nicht genutzt werden können. Zwar ist es sinnvoll, das in den Semesterferien zu machen, da dann am wenigsten los ist. Es stört die Planungen für die OE allerdings erheblich, wenn erst kurz vor knapp klar ist, welche Räume genutzt werden können. Als ich letzten Donnerstag durch das Gebäude lief, wurde gerade noch die Decke wieder zugespachtelt. Ich bin gespannt, ob das morgen alles benutzbar ist.

Termine

Jedes Jahr fällt immer wieder überraschend auf, dass man ja noch eine Zeitschrift (Inform) und T-Shirts und überhaupt ganz viel drucken müsste. Und Sachen bestellen und einkaufen.

Dieses Jahr hat das sogar, trotz Komplikationen, alles rechtzeitig geklappt. Nicht schlecht.

Wir haben sogar eine Hüpfburg.

Nur die Beachflag1 kam leider nicht mehr rechtzeitig, um sie bei während der Einschreibung am Studentensekretariat aufzustellen. Naja, dann halt nächstes Jahr. Die wird ja nicht schlecht.

Platz

Nun standen wir also während der beiden Einschreibungstage durchgehend vor dem Studentensekretariat und haben etwa 280 Informationsbriefe an sich einschreibende Informatiker verteilt. Und dann erreicht uns die Nachricht, dass sich insgesamt 379 neue Erstsemestrige eingeschrieben hätten! Frage: Wo kommen die alle her?

Erfahrungsgemäß kommen nicht alle, die sich eingeschrieben haben, auch zur OE. Außerdem dürften in diesem Jahr, in dem der Bachelorstudiengang Informatik in Bonn nicht mehr zulassungsbeschränkt ist, wieder einige dabei sein, die ausschließlich das Studiticket haben wollen.
Dennoch: Soo viele! Arrgh! Panik! Erstmal weitere Räume auftreiben.

Nochmal Termine

Das Wintersemester beginnt stets am 1. Oktober und endet stets am 31. März. Die Vorlesungszeit, in der dann die Vorlesungen stattfinden, legt hingegen das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen fest.

In diesem Jahr haben sie das nicht so klug gemacht. Da die Vorlesungszeit bereits am 6. Oktober beginnt und unsere OE für gewöhnlich in der Woche vor Beginn der Vorlesungszeit läuft, starten wir dieses Jahr bereits morgen, also am 29. September.

Das Studiticket gilt aber erst ab Semesterbeginn, also ab 1. Oktober. Wer zur Orientierungseinheit will (was wir dennoch jedem wärmstens empfehlen), muss sich deshalb zu Beginn für die Anreise und das in-der-Stadt-herumfahren erst einmal zwei Tage lang in Unkosten stürzen.

Apropos Verkehr

Wir sitzen ja in der Römerstraße 164. Vor dem Gebäude läuft die Römerstraße entlang. Die ist generell in einem schlechten baulichen Zustand. Und irgendwie schaffen es die Verantwortlichen jedes Jahr aufs Neue, irgend welche Bauarbeiten so zu legen, dass die Busse von SWB und RSVG unsere Bushaltestelle (Pädagogische Fakultät) nicht mehr oder nur noch halbseitig anfahren. So natürlich auch dieses Jahr wieder. Respekt für diese Leistung.

Unsere Erstsemestrigen müssen uns also erst einmal zu Fuß finden.

Fazit

Wird schon. Wir haben ein wundervolles Team, das alles kann, wenn man es nur lässt.

  1. Eine Beachflag ist so eine bedruckte Aufstellfahne wie man sie auch an Stränden findet. Einfach googeln.

Eine Minecraft-Straßenkarte für den Nether basteln

Für den Minecraft-Server auf ironhide.de gibt es seit Mitte Juli eine mit Mapcrafter erstellte Google-Maps-artige Onlinekarte. Die ist sehr cool, da sich mit ihr gut Entfernungen und relative Positionen abschätzen lassen. Und natürlich kann man auf ihr die vielen prächtigen Bauwerke bewundern.1

Im Nether, der anderen Dimension, klappt das leider nicht ganz so gut: Der hat nämlich unten und oben eine Decke, man kann also nur sehr schlecht von oben reinsehen. Abhilfe schaffen entweder die (sehr bunte und unübersichtliche) Cave-Ansicht oder ein Abschneiden aller Blöcke ab einer bestimmten Höhe. Während das auf der betreffenden Karte im Startgebiet noch relativ ansehlich aussieht, weil nach oben relativ viel Platz ist, sieht man anderswo nur noch die rote Decke.

Ich hätte deshalb gerne eine 2D-Karte, auf der die Verkehrswege übersichtlich eingezeichnet und vor allem die Bahnstrecken gut zu erkennen sind. Das lässt sich zwar händisch malen, aber da ich faul bin, suchte ich einen Weg, das Ganze zu automatisieren.

Zum Glück gibt es eine Python-Bibliothek, mit der sich Minecraft-Maps bearbeiten lassen: pymclevel. Mehr brauchte ich eigentlich nicht.

Praktischerweise sind die meisten wichtigen Wege auf unserer Karte aus ästhetischen und sonstigen Gründen aus Stein gebaut, der in dieser Dimension nicht “natürlich” vorkommt. Wenn man also die Position aller Steinblöcke kartographiert, sollte man ein akzeptables Abbild des Wegenetzes bekommen.

Ich schrob also zwei Skripte: Eins, das die Karte lädt, daraus die Nether-Dimension lädt und dann die Position aller Steinblöcke, Schienen, Obsidianblöcke (für Portale) und Netherziegel (für Netherfestungen) ausliest. Und ein zweites, das daraus eine SVG-Karte bastelt.

Für den ironhide-Server sieht die dann zum Beispiel so aus:

mcpaths

Klick misch für die interaktive Version!

Hübsch.

Das Projekt gibt es auf GitHub zum selbst ausprobieren. Bitte zunächst die README.md lesen 😉

Hinweis: Wie wir festgestellt haben (*hust*), sollte man das Tool nicht auf einer Karte ausführen, die gerade bespielt wird. pymclevel setzt offenbar einige Schreibsperren, wodurch sich Minecraft verschluckt und alle Änderungen an der Welt wieder verschwinden, sobald der entsprechende Teil der Welt (Chunk) aus dem Speicher fliegt und eigentlich auf der Festplatte gesichert werden müsste.

Mit Karten der neuen Version 1.8 funktioniert das Tool auch (eben getestet).

Oh, und pymclevel benötigt übrigens die python-Pakete numpy und PyYaml.

  1. Seit dem Upgrade auf die Minecraft-Version 1.8 verschwinden leider die Markierungen wieder, sobald man das betreffende Gebiet der Karte betritt. Hier wäre wohl mal ein Mapcrafter-Upgrade fällig.

Was kann die neue Uni-App?

Seit 1. August gibt es offenbar eine offizielle App der Universität Bonn für Android und iPhone. Diese App wurde meines Wissens bislang noch nirgendwo groß beworben – ob das einen bestimmten Grund haben könnte, soll der folgende Praxistest zeigen.

Die “Uni Bonn App” im Praxistest

Ich habe mir die App auf meinem Nexus 4 installiert und sie ausgiebig erkundet.

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