Laufband-GIFs erstellen

Hier ein kleines Tutorial für die Feiertage, das euch zeigt, wie mit relativ wenig Aufwand Laufband- oder auch Spruchband-GIFs erstellt werden können.

Wir beginnen mit dem Endprodukt: So könnte das Ergebnis aussehen.

Zunächst überlegen wir uns, welche Dimensionen das fertige Laufband haben soll. Für das Tutorial wähle ich 100×40 Pixel aus.

Dann gestalten wir das komplette Bild das später durchlaufen soll. Die Höhe ist der eben festgelegte Wert, die Länge ist theoretisch beliebig.

Beachtet, dass das Laufband am Anfang und am Ende einen neutralen Bereich hat, der mindestens so breit ist wie das fertige Laufband. Im Beispiel sind das die >100px breiten grünen Randbereiche.

Nun benötigen wir eine Kommandozeile und das imagemagick-Paket1. Im Ordner in dem das volle Laufband liegt erstellen wir einen Unterordner „einzelbilder“. Jetzt müssen wir ein bisschen rechnen: Wir benötigen die Breite des vollen Spruchbands minus die Breite des fertigen Spruchbands. In unserem Beispiel ist das also 550 – 100 = 450.

Den Wert setzen wir statt des X in den folgenden Befehl ein und führen ihn aus (falls der Dateiname des Laufbands anders ist, muss dieser natürlich auch angepasst werden):

for i in {000..X..2}; do convert -crop 100x40+$i+0 +repage laufband-komplett.png einzelbilder/$i.png; done

Im Beispiel führen wir also den folgenden Befehl aus:

for i in {000..450..2}; do convert -crop 100x40+$i+0 +repage laufband-komplett.png einzelbilder/$i.png; done

Im Ordner „einzelbilder“ werden nun die Dateien 000.png bis 450.png angelegt.

Was passiert hier genau? Das Bild wird von 0 bis 450 in zwei-Pixel-Schritten „abgetastet“ und immer ein 100×40 Pixel großer Bereich herausgetrennt und als separates Bild gespeichert.

Der nächste Befehl den wir ausführen fügt all die Einzelbilder zu einem animierten GIF zusammen:

convert einzelbilder/*.png animiert.gif

Das sieht doch schon vielversprechend aus!

Nun wollen wir die Animation noch etwas flüssiger laufen lassen. Hierzu öffnen wir die Datei in GIMP.  Die einzelnen Animationsschritte werden in GIMP als Ebenen dargestellt. Das interessiert uns jedoch nicht weiter, sondern wir führen den Befehl „Filter > Animation > Optimieren (für GIF)“ aus. Dieser erstellt eine kleinere Kopie des GIFs in einem neuen Tab.

Zu guter Letzt exportieren wir diese Datei per „Datei > Exportieren als…“ in eine Datei mit der Endung „.gif“. In den Exporteinstellungen wählen wir „Als Animation“ aus, in den Optionen für animierte GIFs im selben Fenster wählen wir dann „Schleife endlos wiederholen“, setzen als Pause 17 Millisekunden, als Einzelbildübergang „Kumulative Ebenen (Kombinieren)“, und wählen sowohl „Obige Pause für alle Einzelbilder verwenden“ als auch „Obigen Übergang für alle Einzelbilder verwenden“ aus. Ein Klick auf „Exportieren“ speichert das Endprodukt.

Frohe Weihnachten!

  1. Ob das installiert ist seht ihr, wenn ihr in der Kommandozeile „convert“ ausführt. Falls das Kommando nicht gefunden wurde, installiert das imagemagick-Paket nach.

DkW | Kapitel 8: Die Weihnachtsferien

Sven Zemanek hat an der Uni Bonn fünf Jahre lang Wahlen zum Studierendenparlament organisiert. Damit nachfolgende Generationen von dieser Erfahrung profitieren können, entsteht die Artikelserie „Die kleine Wahlleiter“.

Weihnachtszeit, besinnliche Zeit. Zwischen Weihnachten und Neujahr macht der Wahlausschuss nichts. Eine beschlussfähige Sitzung käme vermutlich sowieso nicht zustande, da viele Wahlausschussmitglieder vereist sind. Es gilt die Devise: „Das hat bestimmt noch bis nächstes Jahr Zeit.“

Falls doch eine Wahlausschusssitzung stattfindet, dann nur deshalb, weil jemand Scheiße gebaut hat.1

Eine Druckerei druckt hoffentlich zwischen den Feiertagen die Wahlzeitung und liefert sie in der ersten Januarwoche in den AStA, sodass die Verteilung dieser Wahlbekanntmachung fristgerecht erfolgen kann. Falls beim Druck Probleme auffallen, lassen die sich vom zuständigen Wahlausschussmitglied hoffentlich ohne die Notwendigkeit einer Wahlausschussitzung lösen.

Apropos Druck: Ganz fleißige Bienchen sammeln bereits Druckangebote für die Stimmzettel. Da viele Druckereien zwischen Weihnachten und Neujahr Pause machen, sollte man allerdings nicht allzu früh mit Antworten rechnen. Die Druckanfragen nach Neujahr zu verschicken dürfte genügen.

Allgemein gilt: In den Weihnachtsferien wird Kraft gesammelt für die Wahlwoche. Chillen und grillen!

  1. Zum Beispiel – rein hypothetisch – könnte eine Liste ihre Bewerbung nach der Frist abgegeben haben, woraufhin der Wahlausschuss die Nichtzulassung dann zunächst nicht mit der notwendigen Mehrheit der Mitglieder beschloss.

DkW | Kapitel 7: Wahlwerbung

Sven Zemanek hat an der Uni Bonn fünf Jahre lang Wahlen zum Studierendenparlament organisiert. Damit nachfolgende Generationen von dieser Erfahrung profitieren können, entsteht die Artikelserie „Die kleine Wahlleiter“.

Es gibt zwei Arten von Wahlwerbung: Neutrale Werbung für die Wahl durch den Wahlausschuss, und nicht neutrale Werbung der Listen für sich selbst.

Die Notwendigkeit für neutrale „Wahl“-Werbung ergibt sich aus § 16 Abs. 4 der Wahlordnung:

(4) Die Wahlleiterin hat in geeigneter Form die Voraussetzungen für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu schaffen.

Eine Voraussetzung für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung ist offensichtlich, dass die Wahlberechtigten von der Wahl erfahren. Natürlich gehören dazu noch mehr Dinge, beispielsweise eine gute Verteilung der Wahllokale über die Universitätsstandorte

Die Formulierung „in geeigneter Form“ lässt dem Wahlausschuss sehr großen Spielraum, von einer E-Mail mit dem Inhalt »Von dann und dann bis dann und dann  findet die nächste Wahl statt, wählen könnt ihr hier und da, kthxbye« bis hin zu Plakaten, auf denen »Geht wählen weil das ist voll sexy« steht.

Die Universitätsverwaltung erlaubt üblicherweise den Versand einer Rund-E-Mail an alle Studierenden, um auf die bevorstehende Wahl hinzuweisen. Dafür benötigt man lediglich ein „Ja“ vom Rektor, welches er üblicherweise gern ausspricht. Die E-Mail dürfte den Bewerbungsaspekt von § 16 WOSP hinreichend erfüllen – alles darüber hinaus ist Kür.

Listenwerbung

Mit der Wahlwerbung durch die Listen hat der Wahlausschuss erst einmal nichts zu tun.

Eine „Elefantenrunde“ oder sonstige Späße, bei denen die Kandidierenden und Listen sich den Wahlberechtigten präsentieren können, sind in der Wahlordnung nicht vorgesehen. Der Wahlausschuss kann derartige Veranstaltungen organisieren oder Werbeflächen zur Verfügung stellen, solange die eigene Neutralität gewahrt bleibt. Er muss dies aber auf keinen Fall tun. Die echten Aufgaben dürfen darunter auch nicht leiden.

Ärger

Gelegentlich gibt es Beschwerden über die Wahlwerbung einer Liste.

Eine Liste könnte sich beispielsweise beschweren, dass eine andere Liste unwahre Dinge in ihrer Wahlwerbung behauptet. Für derartiges ist der Wahlausschuss aber sowas von nicht zuständig. Ihre Differenzen dürfen die Listen gern unter sich austragen, ob in Facebook-Kommentaren, beim Flunkyball auf der Hofgartenwiese oder vor Gericht sei ihnen dabei selbst überlassen.

Öfter kommt es vor, dass die Universitätsverwaltung oder die Stadt sich beim Wahlausschuss über die Platzierung von Werbematerialien beschweren, ggf. weil die Adresse des Wahlausschusses die einzige ist, die sie gerade finden können. Derartige Anfragen kann man gern an die Vertrauenspersonen der entsprechenden Liste weiterleiten und den Bittstellern mitteilen, dass man genau dies getan hat. Als Wahlausschuss auf eigene Faust losziehen und Listenplakate entfernen ist hingegen keine gute Idee.

Eine Ausnahme bilden ggf. vom Wahlausschuss zur Verfügung gestellte Werbeflächen: Hier sollte direkt bei der Vergabe festgehalten werden, bis zu welchem Zeitpunkt die angebrachten Werbematerialien wieder entfernt werden müssen und dass nach diesem Zeitpunkt noch vorhandenes Material vom Wahlausschuss ohne Wiederkehr entsorgt wird.